Teil 4 - Meditation: Mauern - Bruecken

Ruth Henkert          Elim - Gemeinde Dresden

Meditation

"Lasst uns Mauern einreissen und Brücken bauen"

Kleiner Steg über ganz kleinen Bach


Kennt ihr das?
Manchmal ist es nur ein ganz kleiner Schritt, den wir machen müssen und die Beziehung ist wieder in Ordnung. Aber zu oft wollen wir, dass der Andere diesen Schritt tut.
Und dann kann es sein, dass keiner ihn tut und die Kluft wird immer größer.

Tu DU diesen ersten Schritt, wenn der Andere ihn nicht tut, auch wenn es der Andere tun sollte!
Die kürzeste Brücke von Mensch zu Mensch ist ein Lächeln. Haben wir Mut zum ersten Lächeln als Brückenbauer!


Brücke mit großer Spannweite


Manchmal ist die Brücke, die wir zu dem Herzen des Andren bauen müssen sehr, sehr lang.
Wir müssen sehr weit laufen und viel Geduld und Zeit aufbringen.
Aber denke daran, jede Brücke hat auch die Aufgabe, über ein Hindernis hinwegzukommen ohne es wegzuräumen und das Ziel kann erreicht werden. Gib die Hoffnung nicht auf, das die Brücke, die Du begonnen hast, aufzubauen, umsonst ist.

 Denke daran, dass JESUS viel mehr Geduld mit uns hat.

Beispiel:

Die Koralleninseln bei Florida als Anhängsel der Halbinsel nach Westen in den Golf von Mexiko hinein. Durch eine Autostrasse über 42 Brücken miteinander verbunden. Am Ende der Insel liegt ein schöner Fischer- und Badeort. Unzählige Touristen strömen dorthin, weil man dort im tiefsten Winter ohne Gänsehaut baden kann.

Wenn man sich von der Halbinsel auf den Weg macht, kann man auf grund der großen Entfernung das Ziel nicht sehen. Aber die Menschen, die dorthin reisen, glauben daran, dass sie am Ziel angekommen, etwas sehr schönes erwartet.

Die Brücke zu Gott verspricht uns auch etwas sehr schönes, nämlich das Himmelreich, das ewige Leben, aber wir können es jetzt nur erahnen.


Brücke, die an einem Felsen endet

Solche Brücken sollten wir nicht bauen. Eine Brücke, die an einer Felswand endet und dort aufhört. Eine Sackgasse, die mutlos machen kann. Die in dem Anderen aufgebaute Hoffnung würden wir zerstören.
Das können, bildlich gesehen, Brücken sein, wo wir Versprechen geben, die wir nicht halten können!


Beschreibung des Bildes
Brücke, die an einem Felsen endet, aber dann die Möglichkeit besteht durch einen ganz kleinen Tunnel zu gehen, an dessen Ende dann vielleicht uns eine wunderschöne, fruchtbare Landschaft erwartet, wo wir „aufatmen“ können.

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass wir durch ein „Stück Wüste“ müssen oder der Weg sehr beschwerlich wird. Aber manchmal geht es nicht anders, weil kein anderer Weg da ist. Baue eine Brücke, die dem anderen Mut macht, auch noch das letzte beschwerliche Stück zu gehen, um dann überrascht festzustellen: Der Weg war doch richtig und gut.


Hängebrücke aus Lianen über tiefen Abgrund

Diese Brücke macht uns vielleicht Angst. Unser sonst so festes Lebensfundament kommt ins Wanken. Wir haben nur wenig Halt. Alles ist in Bewegung, wenn wir über diese Brücke gehen und wenn wir in die Tiefe schauen, so wird es uns ganz flau in der Magengegend, wir bekommen Schwindelgefühle. Unsere vielleicht sonst so heile Welt ist am Zusammenbrechen.
Aber manchmal gibt es nur diesen einen Weg, der uns ans Ziel bringen kann und durch den wir unser Leben retten können. Diese Brücke ist die einzige Stelle, um den Abgrund zu überwinden.
Wenn es notwendig ist, dann habe Mut zu diesem Schritt – mit GOTTES Hilfe und Kraft wirst Du auch diese Hürde gut nehmen können.
Nur wenn wir, wie Petrus auf dem Wasser, auf JESUS schauen, werden wir es schaffen.
Wenn wir wegschauen – in die Tiefe - kann es gefährlich werden.


Eine Brücke, einfach zum träumen -

Es gibt auch viele andere Wege, die Du gehen könntest. Aber hier, an dieser Brücke möchtest Du vielleicht verweilen, träumen, Erinnerungen nachgehen und neue Kraft
aus der Natur schöpfen.
Wir Menschen sollten auch manchmal solche Brücken sein –
Zeit zu haben für andere Menschen,
eine Ruhepunkt sein, wo Menschen gern mal vorbeischauen-
einfach Zuhörer sein –
sich gemeinsam freuen können -
gemeinsam auszuruhen

 
Auch über alte Brücken kann man zu neuen Ufern gelangen

Thomas Romanus 

Es müssen nicht immer aufsehenserregende, supermoderne Brücken sein,

die uns an Ufer bringen, wo wir etwas Neues beginnen können.

Auch die ältere Generation hat uns noch viel zu sagen. Wir sollten uns viel mehr auch dieser Generation öffnen.
Wir nutzen diese Chance viel zu wenig!


Zum Schluss der Regenbogen:

Mose 9,14-17

14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und Euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.
16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen GOTT und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass auf Erden ist.
17 Und GOTT sagte zum Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.

Die Menschheit steht unter einer umfassenden Bedrohung – die Bedrohung der eigenen Schuld und Sünde, die den Tod bringt.
Zugleich aber stehen sie unter der Zusicherung des Lebens, dass ihnen von Gott zugesprochen wird. Und diese Zusicherung ist stärker als die selbstverschuldete Sünde.
Dieser Bund wird feierlich mit einem Zeichen besiegelt:
Gott stellt einen Bogen in die Wolken. Der immer wieder erscheinende Regenbogen erinnert nicht nur immer wieder an das Hinzukommen und Mitgehen Gottes, sondern auch die Menschen immer wieder an die Gewissheit der göttlichen Heilszusage und ihrer Mitverantwortung.

Es hat seither viele Naturkatastrophen gegeben, aber sie waren immer zeitlich und räumlich begrenzt. Sie zeigen uns immer wieder, wie krank unsere Welt ist. Denn auch nach der Sintflut und der Rettung Noahs leben wir nicht in einer heilen, vollkommnen Welt.

Ruth Henkert
Elim-Gemeinde Dresden