Kirstin Kreuzritter: Es gibt eine Hoffnung

Lieber Leser!
Mein Name ist Kirstin Kreuzritter,
ich bin 46 Jahre alt.
Ich möchte Euch aus meinem Leben erzählen und Menschen grüßen, die sich einsam und verlassen fühlen. Menschen, die fragend und zweifelnd sind und die vielleicht keinen Ausweg aus der jetzigen Lebenslage erkennen können.

Gerade ihnen möchte ich zurufen,

dass Gott nie eine Aufgabe gibt, die wir nicht schaffen könnten.

Warum ich das sagen kann?
Ich selber habe folgendes erlebt:
Kurz vor meinem Gartenbaustudium im Alter von 20Jahren, erlebte ich die Liebe Gottes während eines Kirchentags - ich war begeistert von diesem Frieden Gottes, und wenig später lernte ich meinen zukünftigen Ehemann, der Theologie studierte, kennen.
Wir heirateten, gründeten ein Christliches Missionswerk und reisten zusammen mit unseren vier wunderbaren Kindern im Schlepp in die Ukraine, Russland, Bulgarien - mal per Flugzeug, mal per Geländewagen und Wohnanhänger - Wir führten evangelistische Gottesdienste in diesen Ländern durch, sahen wie Menschen Rettung oder Heilung von Gott erfuhren und neue christliche Gemeinden gegründet wurden.
Wir haben Gottes Güte, Versorgung und Hilfe erfahren dürfen in all den Jahren, es war ergreifend und schön für uns.
Mein Mann, meine Kinder und die Arbeit im Missionswerk bildeten eine Einheit. Es war meine Mitte, meine Erfüllung. Immer wieder würde ich diesen Weg wählen, trotz verschiedener Tiefschläge und Steine auf unserem Pfad.

Leider lebten wir in einem großen Spannungsfeld - mein Mann selber erkrankte und erholte sich nie wieder völlig und starb auf tragische Weise.
Und plötzlich geriet mein Lebensschiff total ins Wanken, mein Leben wurde auf den Kopf gestellt und scheinbar von Gott und dem Rest der Welt abgeschnitten.
Meine Zeit blieb Weihnachten 2010 für mehrere Monate stehen, ich beerdigte Mann, Vision, Ziele, Wünsche, meine Identität... ich wurde arbeitslos und konnte nicht mehr erkennen, wer ich ohne meinen Ehemann und ohne mein Leben auf dem Missionsfeld bin.

Mit aller Wucht trafen mich Fragen wie:


• Wohin soll ich nun gehen ...nur noch Wüste, Trauer, Fassungslosigkeit umgaben mich
• Lässt sich eine Tragödie in einen Triumph verwandeln?
• Gibt es ein Leben nach der Krise?


In solchen Krisenzeiten ist es gut zu wissen, dass Gott über den Sturm hinaus blicken kann und Zeit und Stunde - einfach alles in den Händen hält, bis wieder die Stille eintritt.
Jeden Tag gab ich im Gebet meinen Schmerz in seine Hände. Tatsächlich durfte ich erleben, dass es mit Gott aus scheinbar ausweglosen Situationen Wege gibt,- auch wenn wir keinen Ausweg erkennen können -

Auch du und sie können durch emotional schwierige Zeiten hindurch kommen. In diesen Zeiten lernt man Gott immer mehr zu vertrauen.
Dies musste ich auch bezüglich einer neuen Arbeitsstelle...

So saß ich eines Tages - nach vielen Monaten der vergeblichen Suche nach meinem neuen Lebensweg - in meiner Küche und klagte Gott meine Not, dass ich keine Arbeit finden kann und es doch nun endlich Zeit dafür sei...

Plötzlich hörte ich folgende Worte in meinem Herzen: Ich liebe es Füße zu waschen...Ich war hellhörig geworden, kenne ich doch eine Bibelstelle im neuen Testament, wo Jesus den Jüngern auf diese Weise dient - was das wohl für mich zu bedeuten hat?
Sofort suchte ich im Internet und fand verschiedene podologische Praxen - das ist die medizinische Fußpflege - sowie eine Berufsbegleitende Schule, die Interesse an mir und meiner Arbeitskraft hatten. Jetzt gab es offene Türen, die ich nutzen konnte.

So sitze ich mit Mitte vierzig noch einmal auf der Schulbank und lasse mich auf das neue Leben ein und bin gespannt, wohin meine weitere Reise gehen wird. Das Morgen kenne ich noch nicht, aber einen Gott kenne ich, der für die richtige Zeit und das richtige Tempo sorgt und eine Tragödie in einen Triumph verwandeln kann. Er zog mich aus den tiefsten Wassern wieder heraus und verwandelte die Trauer Schritt für Schritt in Freude und neue Hoffnung.

Ich durfte erleben, dass es mit Gott aus scheinbar
Ausweglosen Situationen Wege gibt und dass ER selbst
das Chaos in der Hand hält.

Auch dir wünsche ich, dass DU den Trost und die Liebe Gottes persönlich erleben kannst.


Kirstin Kreuzritter
Elim-Gemeinde Dresden